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Interview mit Dipl. – Ing. Miranda Oben

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Wie 2006 und in den Jahren danach wird das Business & Social Forum auch dieses Jahr im Rahmen des Challenge Camerounais stattfinden. Das mittlerweile Kult gewordene Event lockt dieses Jahr erneut mit Unternehmern, Studenten und Visionäre die allesamt das gemeinsame Ziel der wirtschaftlichen Entwicklung Kameruns vor Augen haben.Warum Sie sich das diesjährige BSF keinesfalls entgehen lassen sollten, erklärt uns die studierte Ingenieurin Frau Miranda Oben im Interview.

CC: Liebe Miranda, es ist ein offenes Geheimnis, dass Sie ebenfalls das diesjährige Event „Challenge Camerounais (CC) “ moderieren werden. Doch zwischen den ganzen Vergnügungsstätten steht auch ein ernsteres Thema im Fokus – das BSF.

Erzählen Sie uns bitte näheres über das BSF, seine Ziele und den Stellenwert der Frau in diesem Rahmen.

Frau Oben: Zum offenen Geheimnis bez. der Moderation lässt es sich am 7. Juni entweder bestätigen oder dementieren (lächelt). Danke für die Einladung zum Interview. Das diesjährige BSF verläuft unter dem Motto: „Together for the transformation“. Unsere Mission ist es einen entscheidenden Beitrag für die Entfaltung der kamerunischen Diaspora sowie für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Kameruns zu liefern. Wir haben uns bestimmte Ziele vorgenommen wie z.B. Kontakte zwischen Unternehmern aus Kamerun und eventuellen Partnern aus NRW zu stellen, Mittelständler aus der Region über Investitionsmöglichkeiten in Kamerun zu informieren und vor allem Erfolgsgeschichte von Unternehmen die bereits in Afrika sind weiterzugeben. Die Akademische Partnerschaft und das „Excellence Award“ spielen auch eine Schlüsselrolle im Rahmen des diesjährigen BSF. Bezüglich des Stellenwerts der Frau: haben wir das Programm möglichst attraktiv für Frauen gemacht. Ein Highlight am Samstag ist zB die Podiumsdiskussion „Unlocking the full potential of women“!

CC: Was wird der Schwerpunkt der diesjährigen Auflage?

Frau Oben: Integration! Das BSF bietet seit 2006 beim CC eine sehr gute Plattform! Das Hauptthema: „Eine integrierte kamerunische Diaspora: Verbesserung der Partnerschaften für Innovation und nachhaltige Entwicklung“. Wir wollen die kamerunische Diaspora als integrierte und integrierende Struktur darstellen. Es sind viele andere Vereine aus anderen Afrikanischen Ländern eingeladen um dem CCDortmund2014 Motto „Open to the world“ treu zu bleiben. Bei der Podiumsdiskussion am Sonntag den 8. Juni, wollen wir diese integrierte und integrierende Aspekte der Diaspora näher kommen. Wir wollen also wichtige Aspekte wie Bildung, Wirtschaftswachstum und Kulturen umfassen.

CC: Welche persönlichen Erwartungen haben Sie an das BSF?

Frau Oben: In erster Linie für mich steht Kontinuität! Ich finde es immer Schade wenn nach einer Podiumsdiskussion oder Event die tolle Arbeit und Ergebnisse aus den Workshops einfach zerfließen. Es soll nach dem diesjährigen Event auf Dauer die Verfolgung der erarbeiteten Projektedurch nachfolgende BSF-Teams und der Bureau Directeur (BD) des CC gewährleistet werden! Zweitens können wir durch die Vielfältigkeit viel mehr erreichen, wenn jeder sein Können in die Waagschale wirft, denn „In der Vielfalt steckt Einzigartigkeit und Stärke“! Drittens, aus der Networking sollen Informationen über Förderung von Investitionen besprochen werden um soziale und nachhaltige Ziele zu unterstützen. Dem Publikum soll klar gemacht werden, welche Opportunitäten Investitionen in Afrika zu bieten haben.

CC: Sie sind selbst engagiertes Mitglied des BSF. Was hat Sie darin bestärkt diesen Weg zu gehen?

Frau Oben: Sehr gute Frage! Die Vision des BSF finde ich toll da wir eine Austauschplattform für Akteure des unternehmerischen, akademischen sowie gesellschaftlichen und staatlichen Umfelds aus Deutschland und Kamerun bereitstellen, um erbauliche Impulse zu setzen, gewinnbringende Partnerschaften anzuspinnen und zu intensivieren. Jedoch hat meine Entscheidung beim BSF mitzumachen eine persönliche Seite. Nach dem CCDarmstadt2010 als Moderatorin wurde ich nach Kamerun eingeladen als Pressesprecherin und Moderatorin der Deutsch-Kamerunischen Wirtschaftstage gesendet auf Canal 2 International TV. DIESE REISE hat in vielen unterschiedlichen Weisen mein Leben geändert! Seit dem wurde ich von der kamerunischen Diaspora immer wieder als Referentin oder Moderatorin bei Foren weiterempfohlen. Man hat mich ausgesucht für die Rolle als Co-Managerin des BSF Dortmund2014! Die haben in mich nicht nur eine Ingenieurin, eine Ehefrau, oder eine Mama gesehen sondern viel mehr! Ich freue mich auf so viel Vertrauen und freue mich auf das BSF 2014!

CC: Als Frau gelten Sie mit Ihrem Engagement beim BSF als Exot. Welchen Rat würden Sie jenen Frauen da draußen mitgeben wollen, die ebenfalls diesen Schritt wagen möchten, sich jedoch womöglich von der Männerdominanz abschrecken lassen?

Frau Oben: “It always seems impossible until it is done,” sagte Nelson Mandela. So viel wie „Wege entstehen dadurch dass man sie geht“. Um einzigartig zu sein muss man auf jeden Fall an sich glauben und gar nicht ablenken lassen. Manchmal spielt sich den Kampf zwischen Männern und Frauen nur im Kopf. In diesem Jahrhundert akzeptieren viele Männer Frauen als gleichberechtigte sogar als Vorbilder! Wir sollen nicht immer kritisieren ohne den Schritt zur Verbesserung einer Situation zu wagen. Ich muss ehrlich zugeben wir haben ein tolles Team beim BSF! Es gibt keine „Männer Dominanz“, als gleichberechtigte lassen sich meine Ideen beim BSF immer implementieren wenn ich die untermauen kann. Mein Weg soll andere Frauen inspirieren. An dieser Stelle ergreife ich die Gelegenheit und appelliere an alle Frauen: Ihr habt sehr viele tolle Ideen; lasst uns bitte an Business Foren und Podiumsdiskussionen teilnehmen um GEMEINSAM die Zukunft unserer Kinder und nachfolgende Generation zu gestalten! “WE ARE THE ONES WE’VE BEEN WAITING FOR!“